Karbonat- und Lignitzyklen im Ptolemais-Becken: orbitale Steuerung und suborbitale Variabilität (Spätneogen, NW-Griechenland)

sedimentologische Fallstudie unter Berücksichtigung gesteinsmagnetischer Eigenschaften

Zusammenfassung

Die mio-pliozänen Ablagerungen im NNW SSE streichenden Monastir-Florina-Ptolemais-Kozani/Servia-Graben beherbergen das größte zusammenhängende Braunkohlevorkommen in Bereich des Balkans. Das Becken erstreckt sich von Monastir (F.Y.R.O.M.) im Norden bis hin zur Region von Elassona im Süden (Makedonien/GR). Es umfasst eine Gesamtfläche von ca. 120 kmø. Mittlerweile werden ca. 71 % des elektrischen Energiebedarfs der Hauptstadt Athen durch die Energiegewinnung aus dem MFPK/S-G gedeckt. Diese rhythmisch entwickelten Lignitvorkommen zeigen, neben den bedeutenden wirtschaftlichen Aspekten, ein großes Potential für eine Paläoklima-Analyse des nordöstlichen mediterranen Raums. Das Neogen zeigt einen multiplen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten mit vereinzelt deutlich höheren Temperaturen als heute an (Bradley, 1999). Die Ursachen hierfür können u.a. auf Variationen der Erdbahnparameter zurückgeführt werden, welche Schwankungen in der Insolation verursachen und somit das atmosphärisch-ozeanische System steuern. Zeitreihenanalysen belegten bereits in den 70er bis späten 90er Jahren des letzten Jahrhunderts diese Variationen innerhalb mariner (Hays et al., 1976; Imbrie & Imbrie, 1980) und kontinentaler Ablagerungen (Santarelli et al., 1988, van Vugt et al., 1998. Die Ursachen und Steuerungsprozesse dieser Variationen sind von Milankovitch (1920, 1930, 1941) eingehenst diskutiert worden ...
Share on:

Das Dokument erscheint in:

e-docs Suche


Erweiterte Suche

Dokumente auflisten

Mein GEO-LEO e-docs

Infos


Login