Lumineszenzdatierung glazifluvialer Sedimente im nördlichen Alpenvorland

Zusammenfassung

Das nördliche Alpenvorland gilt als klassische Region der Quartärforschung. Hier wurde das System der quartären Eiszeiten anhand der Terrassenstratigraphie entwickelt (PENCK & BRÜCKNER 1901/1909). Die drei letzten Eiszeiten sind die Mindel-, die Riss- und die Würm-Eiszeit. Während das Alter der Vergletscherungen bis heute mit Sauerstoffisotopengehalten in marinen Sedimentbohrkernen korreliert wird, erlauben neuere Datierungsmethoden eine direkte Altersbestimmung der Sedimente. Ziel dieser Untersuchung war es, erstmals eine unabhängige Chronologie der quartären Schotterkörper im Alpenvorland mittels optischer Datierung zu erstellen. Dazu war eine detaillierte methodische Analyse der Lumineszenzeigenschaften der Proben notwendig. Die vergleichende Datierung der Quarz- und Feldspatfraktion derselben Probe diente der Validierung der Ergebnisse. Die Datierungsergebnisse weisen auf zeitlich voneinander zu unterscheidende Terrassenakkumulationen hin. Darüber hinaus haben die vielfältigen experimentellen Untersuchungen zu wichtigen neuen Erkenntnissen bezüglich des Lumineszenzverhaltens der Sedimente im Alpenvorland geführt, die in Zukunft zur Etablierung einer eigenständigen Chronologie der pleistozänen Ablagerungen im Alpenvorland genutzt werden können.
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