Der Mittlere Muschelkalk in Bohrungen Norddeutschlands: Fazies, Geochemie, Zyklo- und Sequenzstratigraphie

Zusammenfassung

 
Im Rahmen dieser Arbeit wurde die evaporitische Schichtenfolge des Mittleren Muschelkalks im Norddeutschen Becken untersucht. Erstmals gelang es den Mittleren Muschelkalk sowohl am Kern lithostratigraphisch als auch in den Bohrlochmessungen logstratigraphisch im Detail zu gliedern und beide Gliederungen ineinander überzuführen. Die Bohrung Remlingen 7, in der der Mittlere Muschelkalk mit seinen Halithorizonten vollständig gekernt vorliegt, diente dabei als Standardbohrung. Mikrofazielle, geochemische und geophysikalische Untersuchungen führten zu einer Untergliederung dieser Sequenz in 9 Zyklen. Sequenzstratigraphisch werden diese Zyklen als Parasequenzen gedeutet. Jeder dieser Zyklen zeigt einen deutlichen shallowing-upward, brining-upward Trend mit charakteristischer Fazies und einheitlichen geochemischen Entwicklungstendenzen. Bei idealer Ausbildung bestehen diese Zyklen aus einer Abfolge von Dolomiten an der Basis, darüberfolgenden Anhydriten und Haliten am Top der jeweiligen Zyklen. In der Regel sind die Zyklen jedoch nicht vollständig. Im Gamma-Ray- und Sonic-Log zeichnen sich die Zyklen ebenfalls deutlich ab. Ausgehend vom Referenzprofil, der Bohrung Remlingen 7, wurde eine beckenweite Bohrungsanalyse auf der Basis von Gamma-Ray- und Sonic-Log durchgeführt. Trotz lateraler Faziesschwankungen und Mächtigkeitsänderungen können die hochfrequenten Ablagerungssequenzen über ca. 150.000 kmø in Norddeutschland verfolgt und folglich im gesamten Norddeutschen Becken korreliert werden...
 
Zsfassung in engl. Sprache
 
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