Schadstoffmuster in der regionalen Grundwasserkontamination der mitteldeutschen Industrie- und Bergbauregion Bitterfeld-Wolfen

Zusammenfassung

 
Um aus bestehenden umfangreichen Datenbeständen neuartige Informationen über Stoffe und ihre Verteilungsmuster in einer regionalen Grundwasserkontamination zu extrahieren, wurde eine dreistufige Untersuchungsstrategie entwickelt und am Beispiel der regionalen Grundwasserkontamination in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt, Deutschland) umgesetzt. In der ersten Stufe wurden Datenbestände aus verschiedenen Grundwassermonitoringprogrammen zusammengeführt und auf Qualität geprüft. In der zweiten Stufe wurden für die organischen Schadstoffe stoffspezifische generalisierte Kontaminationskriterien (Emissions-Nachweishäufigkeit und mittlere Emissionskonzentration) ermittelt. Die beiden Kontaminationskriterien wurden mit Rankingverfahren (Kontaminationsprofilen, Hasse-Diagramm-Technik, Clusteranalysen) verarbeitet. Dadurch wurde die regionale und die lokale Relevanz aller untersuchten Substanzen identifiziert. Darüber hinaus konnten regionale Leitparameter für das Grundwassermonitoring abgeleitet werden (u.a. Tetrachlorethen, Vinylchlorid, Monochlorbenzen, alpha-HCH). Auf Grundlage der Rankingergebnisse wurden für eine statistische Strukturanalyse, die dritte Untersuchungsstufe, drei regional relevante Merkmalsgruppen ausgewählt und mit Korrelations-, Hauptkomponenten- und Clusteranalysen untersucht. Für alle drei Merkmalsgruppen konnten mit der Hauptkomponentenanalyse verschiedene Kontaminationsfaktoren in der regionalen Grundwasserkontamination identifiziert werden. Darüber hinaus war es möglich, mit Hilfe der Clusteranalyse räumliche Verbreitungsmuster zu visualisieren.
 
Zsfassung in engl. Sprache
 
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