Das "Speicher- und Verdunstungskonzept" alternativer Oberflächenabdeckungen

Messung und Simulation des Wasser- und Gashaushaltes und sein Einsatz bei der Sanierung der Wismut-Altlasten

Zusammenfassung

Die Sanierung von Bergbaualtlasten der Wismut in Thüringen und Sachsen erfolgt durch Oberflächenabdeckungen, welche den Sickerwassereintrag und den Gasaustausch reduzieren. Dabei wird mit dem Speicher- und Verdunstungskonzept die hydrologische Wirkung von Waldstandorten für die Abdeckung genutzt. Mittels Feld- und Simulationsmethoden wird der Wasser- und Gashaushalt für Abdeckungen dieses Typs bilanziert, u.a. für Vegetations- und Klimaszenarien. Es zeigt sich, dass die Vegetation zu hohen Feuchteentzügen führt, die sehr niedrige Sickerrate eines Dichtsystems aber nicht erreicht wird. Die Abdeckungen werden, neben hohen Verdunstungsraten, durch Interflow und Staunässe in der Rekultivierungsschicht geprägt. Die Gasdiffusion nimmt durch den tief in das Profil reichenden Feuchteentzug zu. Die Rekultivierungsschicht hat wesentlichen Anteil an der hydrologischen Gesamtwirkung des Abdecksystems. Die potentielle Funktionalität sollte in der Sanierungs- und Deponiepraxis berücksichtigt werden.
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