Wie können Geowissenschaften von touristischer Vermarktung profitieren? Und umgekehrt?

Zusammenfassung

Erfahrungen aus verschiedenen Projekten zeigen: Geowissenschaften können von touristischer Vermarktung profitieren, umgekehrt kann auch der Tourismus von den Geowissenschaften profitieren. Eine solche Kooperation kann jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn einige wichtige Voraussetzungen erfüllt sind. Der Gewinn (Win-Win-Situation) muss von beiden Seiten wahrgenommen werden. Insbesondere im Rahmen längerfristiger Kooperationen können Geowissenschaftler eine wirkungsvolle Marketing-Plattform, im Idealfall sogar neue, interessante Forschungsfelder, neue Lehr- und Lernorte und vielleicht sogar neue Drittmittelaufträge erhalten. Touristiker profitieren insbesondere von neuen, interessanten, innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten und Angeboten. Beide Seiten können oftmals beträchtliche Kompetenzgewinne verbuchen. Eine effektive und effiziente Kooperation benötigt Vertrauen, das am besten im Kontext schnell umsetzbarer Starterprojekte entstehen und wachsen kann. Dabei geht es auch darum, das Bild des jeweils anderen Akteurskreises zu berichtigen. Geowissenschaftler haben das Image der trockenen Theoretiker, die sich mit etwas 'Kaltem', 'Totem' und 'Altem' beschäftigen. Touristiker haben eher das Image, dass sie "auf die Schnelle" ihre Landschaft vermarkten und "ohne Rücksicht auf Verluste" schnell Buchungszahlen und Gewinne sehen wollen. Eine Kooperation zwischen solch verschiedenartigen Akteurskreisen wie Touristikern und Geowissenschaftlern benötigt Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten ...
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