Fluidtransport entlang von Störungen und Klüften im Gebiet des Hengill-Vulkans, SW-Island

Zusammenfassung

Das Holozäne Hengill-Vulkansystem liegt in der aktiven Westvulkanischen Zone in Südwestisland. Es beinhaltet den Hengill-Zentralvulkan, der sich südlich des Sees Thingvallavatn befindet, und ist eines der aktivsten geothermischen Systeme Islands (Abb. 1). Die aktuelle Spreizungsrate in der Westvulkanischen Zone liegt zwischen 3 und 7mma−1 bei einer Subsidenzrate von 1mma−1 (Tryggvason 1982; La Femina et al. 2005). Das Hengill-Vulkansystem ist 60–70km lang und zwischen 5 und 10km breit. Strukturgeologisch wird das Gebiet von großen NNE-streichenden Abschiebungen dominiert. Das Hauptziel dieser Untersuchung ist, das Verständnis für die Bruchentwicklung und die Fluidtransportmechanismen im Hengill-Gebiet zu verbessern. Dieses Verständnis ist notwendig, um realistischere Modelle über den Fluidtransport in den geothermischen Feldern erstellen zu können und um bessere Prognosen über ihre Lebensdauer zu ermöglichen. Weiterhin soll der Kenntnisstand über den Einfluss von Wässern auf Erdbebenentstehung untersucht werden, da in diesem Gebiet die meisten Erdbeben durch Fluidüberdruck ausgelöst werden.
Share on:

Das Dokument erscheint in:

e-docs Suche


Erweiterte Suche

Dokumente auflisten

Mein GEO-LEO e-docs

Infos


Login