Strukturgeologische Geländestudie im Mittleren Buntsandstein zur Nutzung als geothermisches Reservoir

Zusammenfassung

Zur Nutzung von Erdwärme aus Teufen zwischen 2–5 km werden häufig Systeme aus einer Injektions- und Förderbohrung (‚Dubletten-System‘) genutzt. Dabei wird durch die Injektionsbohrung ein Fluid in den Untergrund verpresst, welches sich erhitzt und durch die Förderbohrung wieder an die Oberfläche gelangt. Ein wesentlicher Parameter für die produktive Nutzung von solchen Dubletten-Systemen ist eine hohe Permeabilität der Gesteine im Untergrund. Häufig werden in solchen geothermischen Reservoiren die Wegsamkeiten für Fluide von Brüchen kontrolliert, die bereits vorhanden sind oder künstlich erzeugt werden müssen (hydraulische Stimulation). Deshalb ist die Kenntnis über existierende Bruchgeometrien sowie Vernetzung der Bruchsysteme von fundamentaler Notwendigkeit zur Abschätzung der Permeabilität von geothermischen Reservoiren. Seismische Verfahren und Bohrkernanalysen besitzen im Allgemeinen dafür eine zu geringe Auflösung. Daher bieten sich dreidimensionale Rekonstruktionen des Bruchsystems aus analogen Obertageaufschlüssen an (vgl. Philipp et al. 2005; 2006)...
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