Paläofluide in störungskontrollierten Bruchsystemen der Aachener Geothermie-Bohrung

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit werden geologische Prozesse im Untergrund des linksrheinischen Rhenoherzynikums und deren Verhältnis zum regionaltektonischen Rahmen anhand der Proben aus der Aachener Geothermie- Bohrung mit dem Schwerpunkt des Fluid- und Stofftransportes untersucht. Die methodische Vorgehensweise basiert auf einer systematischen und detaillierten Bestandsaufnahme der Paläofluide in Form von Flüssigkeitseinschlüssen an Kernmaterial der Bohrung. Im Aachener Raum wurden Untersuchungen von Flüssigkeitseinschlüssen hauptsächlich an postvariszischen Pb-Zn-Gangvorkommen durchgeführt. Die Homogenisierungstemperaturen (Th) von NaCl-CaCl2-Lösungen unterschiedlicher Salinität liegen zwischen 70°C und maximal 190°C (Redecke 1992, Stroink 1993, Muchez et al. 1994, Glasmacher 1995). Für die tektonischmetallogentische Entwicklung des Rheinischen-Schiefergebirges können generell zwei Fluid-Aktivitätsperioden unterschieden werden (Behr et al. 1993). Die im Zuge der variszischen Gebirgsbildung synkinematische Defluidisierung des Orogenkörpers generierte das Fluid-System der ‚Tectonic Brines‘ (1). Diese sind Na-(K)-Cl-betonte Lösungen geringer Salinität mit CO2, CH4 und N2 sowie durch Th < 350°C gekennzeichnet. Im Gegensatz dazu wurden die meisten postvariszischen Ganglagerstätten des Rheinischen- Schiefergebirges durch ‚Basement Brines‘ (2) gebildet. Diese sind Ca- Na-Cl-Lösungen hoher Salinität mit Th < 250°C (Behr et al. 1993).
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