Middle Pleistocene bats (Mammalia: Chiroptera) from the Yarimburgaz Cave in Turkish Thrace (Turkey)

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

Die Yarimburgaz-Höhle am Bosporus ist die wichtigste Fundstelle für die mittelpleistozäne Archäologie und Paläontologie im nordöstlichen Mittelmeerraum und beinhaltet in diesem Zeitraum die reichste Fledermausfauna der Region. Aus der Lokalität werden hier die Chiropteren anhand von Crania, Mandibulae und Humeri untersucht. Es sind mindestens 14, eventuell bis zu 16 Arten aus den Gattungen Rhinolophus, Myotis, Miniopterus und Plecotus vorhanden, wodurch die bisherige Fossilfauna um weitere neun bis elf Arten ergänzt wird. Von den drei Sedimentationszyklen enthält der älteste, Zyklus I, die meisten Fledermausfunde. Unter den acht verschiedenen Arten sind Rhinolophus mehelyi und Myotis blythii am häufigsten vertreten und weisen auf mediterranes Klima mit kühlen, regnerischen Wintern und heißen, trockenen Sommern hin (Krystufek & Vohralik 2001). Aus Sedimentationszyklus II sind außer einer Mandibel von R. mehelyi keine weiteren Funde überliefert. Zyklus III beinhaltet mit insgesamt sechs Taxa wesentlich weniger Funde als Zyklus I. Darunter sind Myotis blythii und Miniopterus schreibersi die dominierenden Arten. Verglichen mit den Rodentia und Lagomorpha aus der Yarimburgaz-Höhle, die als Einwanderer des südrussischen Steppengürtels mehrere kälteangepaßte Arten umfassen und rezent nicht mehr in Thrazien vorkommen, kann ein inhomogenes Klima angenommen werden, mit wechselweise kühleren, trockeneren, aber auch wärmeren Phasen, welche durch die Fledermäuse angedeutet werden.
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