Neue Ergebnisse quartärgeologischer Untersuchungen im Gebiet der "Falkenberg-Endmoräne"

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

Neuere Untersuchungen und Bohrungen haben die vom Autor im Jahre 1983 mitgeteilten Vorstellungen über den quartärgeologischen Aufbau dieses Gebietes (Lang 1983 a) bestätigt und erweitert. Die zum Drenthe-Hauptvorstoß gehörende Grundmoräne taucht unter die Endmoränenbögen im Gebiet um den Falken-Berg ab und ist auch darunter erbohrt worden. Auf den Endmoränenrücken fanden sich keinerlei Reste von Grundmoräne, desgleichen waren keine Hinweise auf Stauchungen zu beobachten. Aus Bohrungen ergeben sich keine Hinweise auf präexistente Aufragungen im Untergrund. Die Rücken der verschiedenen Endmoränenbögen sind als Satzendmoränen aufzufassen, die nicht mehr vom nordischen Inlandeis überfahren wurden. Der Mühlenberg-Zug, der Tannensieksberg und ein kleiner Rücken wenig südwestlich davon werden als Kames gedeutet. Auch sie werden, wie Bohrungen zeigten, von der Grundmoräne des Drenthe-Hauptvorstoßes unterlagert. Die Endmoränen entstanden durch zwei von NW und von NE bis NNE vorstoßende Gletscherloben, die hier aufeinandertrafen und danach abtauten. Die Endmoränen und die Kames sind dem ausgehenden Drenthe-Stadium der Saale-Kaltzeit zuzurechnen.
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