Die spät- und frühpostglaziale Vegetationsentwicklung im Umkreis der Alpen. Bemerkungen zur Arbeit von H. Zoller: „Pollenanalystische Untersuchungen zur Vegetationsgeschichte der insurbischen Schweiz“, 1960

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

Auf Grund neuerer Arbeiten wird eine kurze Übersicht über die spätglaziale und präboreale Vegetationsentwicklung am West- und Nordrand der Alpen gegeben, wobei auf die Auswirkungen der Böllng- und vor allem der Allerödschwankung hingewiesen wird. Davon ausgehend werden die abweichenden Befunde von H. Zoller (1960) im Tessin überprüft und die Gründe dargelegt, die eine andere Datierung seiner beiden spätglazialen Pollendiagramme wahrscheinlich machen. Danach erfolgte die erste Wiederbewaldung der Tief lagen am Südalpenrand nicht erst in der Allerödzeit, sondern bereits in der Böllingzeit; bei der dem Gschnitz-Stadium zugeordneten „Piottinoschwankung" handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine neuentdeckte vorwärmezeitliche Klimaschwankung, sondern um die Allerödschwankung. Die Gleichsetzung von Jüngerer Dryaszeit und Schlußvereisung der Alpen braucht damit nicht bezweifelt zu werden.
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