Die Beziehung des Rehburger Stadiums südlich Ankum (Kr. Bersenbrück) zur saaleeiszeitlichen Grundmoräne

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

1. Aus der Hauptlage des Rehburger Stadiums südlich von Ankum bei Bersenbrück schiebt sich ein zungenförmiger Teillobus 6 km weit nach Süden bis zu dem Dorf Üffeln vor. Im Gegensatz zu dem viel stärker ausgeprägten Relief des zentralen Teiles der Stauchendmoräne herrschen in der Vorstaffel ruhigere Oberflächenformen vor. 2. Am Aufbau der Geländeoberfläche beteiligt sich in starkem Maße Geschiebelehm der Saaleeiszeit und paßt sich dem vorher geschaffenen Relief an. Durch bis 60 m tiefe Bohrungen ist nachzuweisen, daß der diluviale Untergrund in sich gestört und von abgeschuppten Tertiärkeilen durchzogen ist. Zwischen den Stauchungstexturen und dem sie kappenden Geschiebelehm besteht eine ausgesprochene Diskordanz. 3. Das Saaleeis hat demnach den gestauchten Untergrund überschritten. Diese auch in der Grfscht. Bentheim gemachte Feststellung ist so gedeutet worden, daß das Rehburger Stadium eine Stillstandslage während des Eisvorstoßes vor der Maximalausdehnung des Saaleeises gewesen ist. Auch in dem untersuchten Gebiet sprechen die Beobachtungen für die gleiche Auffassung. An der Einstufung des Rehburger Stadiums als einem Rückzugsstadium mit einem dann erforderlichen nochmaligen kurzen Vorstoß aus der Stillstandslage kann daher nicht mehr festgehalten werden.
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