Sediment burial dating using terrestrial cosmogenic nuclides

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

Die Methode der Bestimmung des Überdeckungsalters mit Hilfe von in situ produzierten terrestrischen kosmogenen Nukliden stellt ein verhältnismäßig neues Datierverfahren dar. Es ermöglicht die Altersbestimmung von Sedimenten und damit die Quantifizierung von geomorphologischen Prozessen, wie Erosion, Akkumulation und Flusseintiefung. Das Verfahren bedient sich dabei des Zerfalls von zuvor in situ produzierten kosmogenen Nukliden und kann auf sedimentäre Ablagerungen wie Höhlenfüllungen, Schwemmfächer, Flussterrassen, Deltaschüttungen und Dünen angewendet werden. Durch die Verwendung des erprobten 10Be/26Al Nuklidpaares erlaubt die Methode die Bestimmung eines numerischen Alters von quarzführendem Material über einen Zeitbereich von ~100 ka bis 5 Ma. In diesem Zeitabschnitt ist datierfähiges Material für andere Methoden oftmals nicht oder nur unzureichend vorhanden. Viele Studien konnten bereits die erfolgreiche Anwendung von in situ produzierten kosmogenen Nukliden in den verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen, darunter zum Beispiel in der (Quartär)Geologie, Geomorphologie und Paläoanthropologie, belegen. Dennoch können die zur Zeit nur ungenügend genau bestimmten physikalischen Größen, wie zum Beispiel die Nuklidhalbwertszeiten oder die tiefenabhängigen Nuklidproduktionsraten zu vergleichsweise großen Unsicherheiten führen. Trotz dieser Nachteile stellt die Methode eine vielversprechende Möglichkeit der numerischen Altersbestimmung dar.
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