Zur Deutung und Bedeutung von Paläoböden im (süddeutschen) Löß

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

Voraussetzung für Altersabschätzung und palökologische Einstufung der Paläoböden im Löß ist die Kenntnis von Relief- und Landschaftsposition. An Beispielen aus Süddeutschland wird dargestellt, daß bereits dadurch Eigenschaften (wie Hydromorphie oder veränderte Mächtigkeiten und Humusgehalte) erklärbar sind, die in Unkenntnis der Situation auch als Kriterien für Art und Dauer von Klimaphasen herhalten mußten. Für den Vergleich von Löß/Boden-Abfolgen ist die quantitative Ermittlung von Intensität und Ausmaß der Bodenentwicklung an geeigneten Paläoböden und rezenten Vergleichsböden zweckmäßig. Daraus resultiert eine Beschränkung auf vollständig erhaltene Böden in ebener Lage, jedoch nicht die Vorstellung von einer monotypischen Ausstattung der Paläobodenlandschaften. Auch diese Boden sind durch kaltzeitliche Überprägung verändert. Die unterschiedliche Bedeutung der Bodenhorizonte für die Rekonstruktion der Klimaentwicklung wird abschließend herausgestellt.
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