Zur Entwicklung der jungquartären Tieflandstäler im Saale-Elbe-Raum unter besonderer Berücksichtigung von 14C-Daten

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

Erstmalig wurden für den Saale-Elbe-Raum — als geologisch gut erschlossenes Untersuchungsgebiet Mitteleuropas — systematisch gesammelte Proben durch Radiokarbon datiert. Somit ist es möglich, das weichseiszeitliche Alter der intakten und gekappten Niederterrasse zu bestätigen sowie die stark differenzierte holozäne Flußdynamik chronostratigraphisch zu erfassen. Die in der nacheiszeitlichen Flußgeschichte innerhalb eines komplexen Wirkungsgefüges ablaufenden Sedimentationsprozesse wurden in bestimmten Einzugsgebieten durch mittelbare anthropogene Eingriffe bereits seit neolithischer Zeit stark beeinflußt. Dies zeigt sich vor allem im Beginn und Verlauf der Auelehmakkumulation. Durch die radiometrische Datierung subfossiler Hölzer aus holozänen Flußschottern konnte ebenfalls für den mitteldeutschen Raum die Verdrängung der Kiefer durch die Eiche aus den Flußtälern bereits für das Boreal (ältestes 14C-Datum 8790 ± 140 BP) festgestellt werden. Dies stimmt gut mit Befunden aus anderen Flußgebieten vor allem des südlichen Mitteleuropas überein.
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