Über eine interessante Froststruktur im episodisch-solifluidal bewegten Boden während der Würmeiszeit

Kategorien: Glazialgeologie

Zusammenfassung

Im östlichen Teil der Stadt Bielefeld wurde ein Frostkessel festgestellt, der ca. 3 m in rote und grüne Keupermergel hineinreichte, die nur episodisch während der Würmeiszeit bewegt wurden. Seine Füllmasse bestand neben glazialem Geröll aus gelben Sanden und 4 Schichten brauner Sande mit tonigen Bestandteilen (2,5 cm mächtig), die sich warwenartig in gleichen Abständen in die gelben Sande einschalteten. Die braunen Schichten unterlagen einer Frosthebung von 5,5 cm in der Mitte, die als Auswirkung der hydratisierenden Teilchen des Mineralbodens während eines Kaltstadials in der Würmeiszeit erklärt wird. Während die gelben Sande durch Schmelzwässer bei sommerlichem Auftauen in den Spalt eingeschwemmt wurden, sind die tonigen Bestandteile vermutlich als verwitterte Keupermergel nach Austrocknen des Bodens eingeweht. Da Lößlehm über einer Steinsohle liegt, die keinerlei frostdynamischen Vorgängen mehr unterworfen war, wird angenommen, daß sich der Frostkessel in der zweiten Phase der Würmeiszeit, dem Hochglazial, gebildet hat.
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