1 200 Jahre Großerdfall Arendsee (822–2022) – Historisches und Aktuelles zur Seegenese
Rappsilber, Ivo
Seidemann, Jan
Thomas, Sven
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11170
Abstract
[…] Der Beitrag stellt die geologische Entwicklung und Forschungsgeschichte des Arendsees in Sachsen-Anhalt dar, der als größter Erdfall Deutschlands gilt. Der See entstand im Jahr 822 durch den Zusammenbruch von Hohlräumen im Salzstock Arendsee, was zu einem der tiefsten Seen Norddeutschlands führte. Auf Grundlage geophysikalischer, geologischer und archäologischer Untersuchungen werden die mehrphasige Seeentstehung, spätere Senkungsereignisse und die laufenden Forschungsarbeiten beschrieben. Neben historischen Quellen werden aktuelle Messungen, 3D-Modelle und gravimetrische Analysen vorgestellt, die neue Erkenntnisse zur Struktur und Dynamik des Salzstocks liefern. Der Arendsee gilt als bedeutendes geowissenschaftliches Naturphänomen und zugleich als Beispiel für interdisziplinäre Forschung zwischen Geologie, Denkmalpflege und Umweltüberwachung.
Subjects
ErdfallSubrosion
Arendsee
Salzstock
Sachsen-Anhalt
Geologie
Geomorphologie
Seegenese
Gravimetrie
3D-Modellierung

