Böden historischer Landnutzung in der Niederlausitz – Wölbäcker und Kohlenmeiler

Raab, Thomas ORCIDiD
Hirsch, Florian
Raab, Alexandra ORCIDiD
Schneider, Anna ORCIDiD
Bonhage, Alexander ORCIDiD
Bönisch, Eberhard

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10930
Raab, Thomas; Hirsch, Florian; Raab, Alexandra; Schneider, Anna; Bonhage, Alexander; Bönisch, Eberhard, (Ed.),2019: Böden historischer Landnutzung in der Niederlausitz – Wölbäcker und Kohlenmeiler. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 2019; Band 26; Heft 1/2, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10930. 

Abstract

[...] In der Niederlausitz finden sich meist unter Kiefern- und Eichenforsten versteckt zahlreiche Relikte der historischen Landnutzung, die bisher kaum bekannt sind. Zu den auffälligsten Formen zählen Wölbäcker und Plätze ehemaliger Kohlenmeiler. In einigen Regionen der Niederlausitz ist die Verbreitung der Landnutzungsrelikte so groß bzw. ihre Dichte so hoch, dass sie prägend für die Bodenlandschaft werden. Dieser Beitrag zeigt an repräsentativen Beispielen die charakteristischen Merkmale und Eigenschaften der Böden auf Wölbäckern und Relikten von Holzkohlenmeilern (HKM). Die Wölbäcker führen durch langjährige Nutzung zu einer Reliefierung und Umverteilung des Bodenmaterials, was zu unterschiedlichen Bodentypen auf den Rücken und in den Furchen führt. Die Meilerstandorte sind durch hochgradig anthropogen überprägte Böden gekennzeichnet, die reich an Holzkohlepartikeln sind und signifikante Veränderungen in den physikalischen und chemischen Bodeneigenschaften aufweisen. Die Untersuchung beider Phänomene liefert wichtige Erkenntnisse über die historische Wirtschaftsweise und die nachhaltige bzw. nicht-nachhaltige Nutzung von Flächen in der Region.