Das Eisstaubecken von Zesch am See / Landkreis Teltow-Fläming
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11672
Abstract
[...] Der Beitrag untersucht eine geomorphologische Besonderheit im Rückland der Brandenburger Eisrandlage südlich von Berlin. Während die Endmoränen bei Zesch am See markante Höhen von fast 100 m NN erreichen, bildete sich nördlich davon ein lokales Eisstaubecken aus. Der Autor analysiert die Genese dieses Beckens, das durch Schmelzwässer gespeist wurde, die aufgrund der morphologischen Barriere der Endmoränen nicht unmittelbar nach Süden in das Baruther Urstromtal abfließen konnten. Erst nach dem Durchbruch der Eisrandlage durch jüngere Schlauchsander wurde das Becken entwässert. Die Studie liefert detaillierte Belege für die kleinskalige Dynamik von Eisabbau und Schmelzwassersteuerung während der Weichsel-Kaltzeit und ergänzt das Verständnis der glazialen Serie in der Mittelmark.
Subjects
BrandenburgTeltow-Fläming
Zesch am See
Brandenburger Eisrandlage
Eisstaubecken
Sander
Baruther Urstromtal
Glaziale Serie
Geomorphologie
Quartärgeologie
Pleistozän
Endmoräne

