Geothermie – Geologie in Brandenburg und Genehmigungsverfahren im LBGR
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10885
Abstract
[...] Der Artikel beleuchtet die zunehmende Bedeutung der geothermischen Potenziale des Untergrundes in Brandenburg im Zuge der Energiewende und die damit verbundenen geowissenschaftlichen, ingenieurtechnischen und bergrechtlichen Herausforderungen, denen das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) mit einer abteilungsübergreifenden Fachgruppe begegnet. Die hohe Nachfrage wird durch die Statistik von 954 Geothermiebohrungsanzeigen im ersten Halbjahr 2023 belegt. Es wird zwischen oberflächennaher Geothermie (Bodengeothermie bis ca. 400 m Tiefe), deren Potenzial in Brandenburg als gut eingeschätzt wird , und tiefer Geothermie unterschieden, wobei letztere auf hydrothermale (Aquifere) und petrothermale Systeme sowie Wärme-Speicherlösungen (ATES, BTES) abzielt. Die Erkenntnisse zur tiefen Geothermie im Norddeutschen Becken basieren auf Vorarbeiten aus Erdöl-/Erdgasbohrungen und weisen auf nutzbare Sandsteinschichten aus dem Oberalb, der Unterkreide und dem Mittleren Buntsandstein hin, wobei die Gebirgstemperatur mit der Tiefe zunimmt. Das Genehmigungsverfahren richtet sich nach der Bohrlochlänge (bis 100 m Wasserrecht, über 100 m Bergrecht durch das LBGR), wobei Vorhaben über 100 m in den ca. 57% der Landesfläche Brandenburgs, die unter besonderem Schutz des Standortauswahlgesetzes (StandAG) stehen, eine zusätzliche Genehmigung durch das BASE erfordern.
Subjects
GeothermieBrandenburg
LBGR
Genehmigungsverfahren
OberflächennaheGeothermie
TiefeGeothermie
NorddeutschesBecken
BBergG
StandAG
GeologischeDaten

