150 Jahre Grundwasserbeobachtung in Berlin – von der ersten Messung bis zum modernen Grundwassermanagement
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10934
Abstract
[...] Die Grundwasserbeobachtung in Berlin begann vor 150 Jahren, ausgelöst durch die großen Choleraepidemien Mitte des 19. Jahrhunderts, die den Verdacht auf eine Verunreinigung des unterirdischen Wassers lenkten. Auf Initiative des Arztes Rudolf Virchow und unter dem Baurat James Hobrecht wurde im Jahr 1869 ein System von Pegelrohren zur Messung der Grundwasserstände im Stadtgebiet eingerichtet. Dieses erste Messnetz, das primär hygienische Ziele verfolgte, bildet die historische Grundlage für das heutige, moderne Grundwassermonitoring. Die Entwicklung des Messnetzes und der Beobachtungsmethodik wurde maßgeblich von den sich wandelnden Anforderungen der Wasserwirtschaft, des Bauwesens und des Umweltschutzes geprägt. Der Beitrag beschreibt die Evolution des Grundwasserbeobachtungsnetzes in Berlin von den anfänglichen Pegelrohren bis hin zum heutigen digitalen und automatisierten Messnetz, welches über 1.000 Messstellen umfasst. Abschließend wird die Integration dieser Langzeitdaten in das heutige Grundwassermanagement, insbesondere im Kontext von Klimawandel und nachhaltiger Stadtentwicklung, dargestellt.
Subjects
rundwasserbeobachtungBerlin
Grundwassermanagement
Choleraepidemien
Rudolf Virchow
Hydrogeologie
Langzeitdaten

