Die Seeser Sande: Schwermineralanalyse als Hilfsmittel für die Entwicklung eines geologischen Modells
Bretschneider, Frank
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11202
Abstract
[…] Die Seeser Sande, die zur miozänen Meuro-Formation gehören, sind im Gebiet der ehemaligen Tagebaue Schlabendorf und Seese für Bodenverflüssigungen und Sackungen in den Innenkippen verantwortlich. Diese Sande wurden mittels eines umfangreichen, multidisziplinären Ansatzes detailliert untersucht und mit stratigraphisch vergleichbaren Abfolgen aus den Tagebauen Welzow-Süd und Nochten verglichen, um ein geologisches Genesemodell für das Untersuchungsgebiet zu erarbeiten. Hier wird aufgezeigt, welche Erkenntnisse durch die Untersuchung der Schwerminerale gewonnen wurden und inwieweit diese zur Modellfindung beigetragen haben. Als Ausgangsmaterial dienten Sedimente aus drei Bohrungen (SEEW3, SLASI, SLAM4) aus dem Raum Seese/Schlabendorf. Die Schwermineralanalysen dienten der Provenienzbestimmung und zur Unterscheidung der verschiedenen faziellen Einheiten innerhalb der Seeser Sande. Die Ergebnisse der Schwermineralanalyse bestätigen die fazielle Differenzierung der Seeser Sande als Ablagerungen von Barriereinseln und liefern ein robustes Ergebnis zur Modellentwicklung, welches die Liefergebiete auf drei Hauptregionen eingrenzt.

