Die Energiewende braucht mineralische Rohstoffe

Schwarz, Carsten

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11169
Schwarz, Carsten, (Ed.),2024: Die Energiewende braucht mineralische Rohstoffe. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 2024; Band 31, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11169. 

Abstract

[...] Aufgrund der hohen Stückzahlen und der Vielzahl unterschiedlichster Bauwerke zur Erreichung der klimapolitischen Ziele ergeben sich zunehmend hohe Bedarfe an mineralischen Baustoffen. Das Poster zeigt am Beispiel einer Windenergieanlage, welche Mengen an mineralischen Rohstoffen dafür benötigt werden. Die marktgerechte Versorgung des Landes Niedersachsen mit Rohstoffen ist von grundlegender Bedeutung. Dabei nehmen die im Tagebau gewinnbaren mineralischen Massenrohstoffe eine herausragende Stellung ein, da sie zu fast 95% als Baurohstoffe in der Bauindustrie benötigt werden. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) erfasst und bewertet diese heimischen Bodenschätze systematisch. Die jährliche Produktion an Steinen, Erden und Industriemineralen wurde zuletzt auf circa 60 Mio. Tonnen ermittelt. Dies entspricht einem ungefähren jährlichen Bedarf von 7,5 Tonnen mineralischer Rohstoffe pro Kopf der Bewohner Niedersachsens. Die politischen Veränderungen und der Gestaltungswille der Bundesregierung (z. B. Kohleausstieg, 1,5-Grad-Pfad) haben massiven Einfluss auf die Rohstoffwirtschaft in Niedersachsen und entfalten hohen Druck auf landesweite Planungen. Ein in vielfacher Hinsicht bemerkenswerter Aspekt ist der Bedarf an mineralischen Rohstoffen, der für das Erreichen der hochgesteckten Ziele der Energiewende gedeckt werden muss. Für den Neubau von Windenergieanlagen (Turm, Fundament, Zuwegung, Leitungen) und den Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik sowie den Bau von Ladesäulen für E-Autos werden erhebliche Mengen an mineralischen Rohstoffen benötigt.