Landesamt: Umweltschonende Sanierungsverfahren an setzungsfließgefährdeten Böschungen des Tagebaurestloches Katja-See

Nestler, Peter
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10673
Nestler, Peter, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),1998: Landesamt: Umweltschonende Sanierungsverfahren an setzungsfließgefährdeten Böschungen des Tagebaurestloches Katja-See. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 1; 1998, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10673. 

Abstract

[…] Der Beitrag beschreibt umweltschonende Sanierungsverfahren für die setzungsfließgefährdeten Böschungen des ehemaligen Tagebaurestlochs Katja-See, Teil des Helene-See-Naherholungsgebiets südlich von Frankfurt (Oder). Aufgrund der geringen Lagerungsdichte und ungünstigen Korngefüge ehemaliger Kippenmassen gelten die Böschungen als instabil und erfordern dringende Sicherungsmaßnahmen, um Bade-, Wasser- und Tauchbereiche vor Risiken zu schützen. Vorgestellt werden innovative, landschaftsschonende Methoden wie der „versteckte Damm“, der mittels luft-impuls-gesteuerter Horizontalbohrungen eingebracht wird, sowie kombinierte Rütteldruckverdichtung im Uferbereich. Diese weltweit erstmals eingesetzten Verfahren minimieren Eingriffe in geschützte Biotope und vermeiden eine landschaftsverändernde Umlagerung der Kippenmassen. Die bisherigen Sanierungsergebnisse zeigen deutliche Erfolge hinsichtlich Setzungsstabilität und Umweltverträglichkeit. Ein wissenschaftliches Kolloquium stellte die Resultate am 8. Juli 1998 vor; eine umfassende Darstellung der Problematik ist angekündigt.