Landesamt:
Umweltschonende Sanierungsverfahren an setzungsfließgefährdeten Böschungen des Tagebaurestloches Katja-See
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10673
Abstract
[…] Der Beitrag beschreibt umweltschonende Sanierungsverfahren für die setzungsfließgefährdeten Böschungen des ehemaligen Tagebaurestlochs Katja-See, Teil des Helene-See-Naherholungsgebiets südlich von Frankfurt (Oder). Aufgrund der geringen Lagerungsdichte und ungünstigen Korngefüge ehemaliger Kippenmassen gelten die Böschungen als instabil und erfordern dringende Sicherungsmaßnahmen, um Bade-, Wasser- und Tauchbereiche vor Risiken zu schützen. Vorgestellt werden innovative, landschaftsschonende Methoden wie der „versteckte Damm“, der mittels luft-impuls-gesteuerter Horizontalbohrungen eingebracht wird, sowie kombinierte Rütteldruckverdichtung im Uferbereich. Diese weltweit erstmals eingesetzten Verfahren minimieren Eingriffe in geschützte Biotope und vermeiden eine landschaftsverändernde Umlagerung der Kippenmassen. Die bisherigen Sanierungsergebnisse zeigen deutliche Erfolge hinsichtlich Setzungsstabilität und Umweltverträglichkeit. Ein wissenschaftliches Kolloquium stellte die Resultate am 8. Juli 1998 vor; eine umfassende Darstellung der Problematik ist angekündigt.
Subjects
KatjaSeeTagebauFolgelandschaft
Böschungssicherung
Setzungsfließen
Kippenstabilisierung
Rütteldruckverdichtung
Horizontalbohrung
versteckterDamm
Geotechnik
UmweltschonendeSanierung
Brandenburg

