Geopotenzial-Klassifikation im sedimentologischen Kontext – Beispiel Mecklenburg-Vorpommern (NE-Deutschland)
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11300
Abstract
[...] Der Beitrag setzt sich mit der theoretischen Fundierung und praktischen Anwendung des Geopotenzial-Begriffs in der angewandten Geologie auseinander, wobei das Land Mecklenburg-Vorpommern als Referenzgebiet dient. Der Autor entwickelt eine systematische Klassifikation von Geopotenzialen, die über die rein ökonomische Betrachtung von Rohstoffreserven hinausgeht und ökologische sowie gesellschaftliche Aspekte der Daseinsvorsorge einbezieht. Im sedimentologischen Kontext werden dabei oberflächennahe Rohstoffe (Steine und Erden), fossile Energieträger, tiefe Aquifere für die geothermische Nutzung sowie der unterirdische Stauraum für Gasspeicherung oder CO2-Sequestrierung als spezifische Potenziale analysiert. Die Studie betont die Notwendigkeit, geologische Bildungen als endliche Ressourcen zu begreifen, deren nachhaltige Nutzung eine fachübergreifende Bewertungsgrundlage erfordert. Durch die Verknüpfung von sedimentgenetischen Modellen mit modernen Klassifikationsschemata liefert der Artikel einen wichtigen Beitrag zur Landesplanung und zur langfristigen Sicherung geogener Potenziale im norddeutschen Raum.
Subjects
GeopotenzialKlassifikation
Sedimentologie
Rohstoffgeologie
Mecklenburg-Vorpommern
Reserven
Ressourcen
Nachhaltigkeit

