Drumlin vs. Kame – die Rummelsberge bei Brodowin

Schlaak, Norbert
Kowalski, Slawomir
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11228
Schlaak, Norbert; Kowalski, Slawomir, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),2016: Drumlin vs. Kame – die Rummelsberge bei Brodowin. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 23; 2016, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11228. 

Abstract

[...] Die Rummelsberge bei Brodowin, gelegen im Rückland der Pommern-Phase des Weichsel-Glazials, wurden in der Vergangenheit aufgrund ihrer markanten Form häufig als Drumlins interpretiert. Die vorliegende Untersuchung stellt diese Deutung auf den Prüfstand. Durch neue geologische Bohrungen im Top-Bereich der Hügel konnten mehrere Meter mächtige, geschichtete feinkörnige Sedimente nachgewiesen werden. Diese Befunde belegen die Existenz eines glazilimnischen Beckenraumes zum Zeitpunkt der Entstehung. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es sich bei den Rummelsbergen nicht um Drumlins (Akkumulationsformen unter fließendem Eis), sondern um Kames handelt, die durch Sedimentation in Eisspalten oder Becken innerhalb des zerfallenden Inlandeises entstanden sind. Damit liefert die Arbeit einen neuen Erklärungsansatz für die Landschaftsentwicklung im Parsteiner Bogen.