Der neogeodynamische Zustand der Ostseesenke und benachbarter Gebiete – Schlussfolgerungen aus dem IGCP-Projekt 346: „Neogeodynamica Baltica“

Garetzky, R. G.
Aizberg, R. Y.
Karabanov, A. K.
Kockel, F.
Ludwig, A. O.
Lykke-Andersen, H.
Ostaficzuk, S.
Palijenko, V. P.
Sim, L. S.
Šliaupa, A.
Stackebrandt, W.

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11734
Garetzky, R. G.; Aizberg, R. Y.; Karabanov, A. K.; Kockel, F.; Ludwig, A. O.; Lykke-Andersen, H.; Ostaficzuk, S.; Palijenko, V. P.; Sim, L. S.; Šliaupa, A.; Stackebrandt, W., (Ed.),2001: Der neogeodynamische Zustand der Ostseesenke und benachbarter Gebiete – Schlussfolgerungen aus dem IGCP-Projekt 346: „Neogeodynamica Baltica“. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 2001; Band 8; Heft 1, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11734. 

Abstract

[...] Dieser abschließende Synthesebericht fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur neogeodynamischen Entwicklung des Ostseeraums zusammen, die im Rahmen des IGCP-Projekts 346 gewonnen wurden. Die Autoren analysieren die Unterschiede in der Reaktion der alten Osteuropäischen Tafel (EEP) und der jüngeren Westeuropäischen Tafel (WEP) auf neotektonische Spannungen seit dem Oligozän. Ein zentrales Ergebnis ist die Erkenntnis, dass die heutige Morphologie der Ostseesenke das Resultat einer komplexen Überlagerung von langanhaltenden Absenkungsprozessen, glazio-isostatischen Ausgleichsbewegungen und rezenten tektonischen Spannungsfeldern ist. Der Bericht hebt hervor, wie unterschiedlich die Krustenmächtigkeiten und Tiefenlagen (z.B. der Moho) die oberflächennahe Geodynamik beeinflussen und liefert ein Modell für die strukturelle Entwicklung Nordmitteleuropas bis in die Gegenwart.