Salzwasserintrusion im Trinkwasserentnahmegebiet Sekær
Tygesen, Søren
Nilsson Kirchberg, Iben
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10835
Abstract
[…] Im Trinkwasserentnahmegebiet Sekær in Jütland, Dänemark, wurden unerwartet erhöhte Chlorid-Gehalte in zwei von zehn Brunnen festgestellt, obwohl das Gebiet fernab der Nordsee liegt. Die Brunnen sind in einer geologischen Rinne platziert, deren Modellierung durch Bohrungen, geophysikalische Untersuchungen und hydrogeochemische Analysen erfolgte. Die Anomalien in den Chlorid-Gehalten widersprachen den Erwartungen des geologischen Modells, was eine umfassende technische Analyse erforderte. Pumpversuche und geophysikalische Untersuchungen zeigten, dass die tiefsten Filter der betroffenen Brunnen miteinander verbunden sind, entgegen der Annahme einer Trennung der Grundwasserleiter. Eine Überarbeitung des geologischen Modells, basierend auf geophysikalischen Daten und hydrochemischen Analysen, ergab, dass ein Zustrom von chloridreichem Wasser aus miozänen Sandschichten durch eine unsichere Tonschicht die Ursache sein könnte. Nach Anpassung des geologischen Modells und Integration in das FOHM-Modell konnte die Salzwasserintrusion plausibel erklärt werden, was zukünftige Modellierungen und Prognosen erleichtert.
Subjects
SalzwasserintrusionChlorid
Grundwasser
Trinkwasserbrunnen
GeologischesModell
Geophysik
Hydrogeochemie
Pumpversuche
Miozän
Tonschicht
Dänemark
Jütland
Sekær
FOHMModell
Grundwasserleiter
Brunnenfilter
Modellüberarbeitung

