Salzwasserintrusion im Trinkwasserentnahmegebiet Sekær

Bischoff, Nils
Tygesen, Søren
Nilsson Kirchberg, Iben
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10835
Bischoff, Nils; Tygesen, Søren; Nilsson Kirchberg, Iben, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),2025: Salzwasserintrusion im Trinkwasserentnahmegebiet Sekær. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 32; 2025, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10835. 

Abstract

[…] Im Trinkwasserentnahmegebiet Sekær in Jütland, Dänemark, wurden unerwartet erhöhte Chlorid-Gehalte in zwei von zehn Brunnen festgestellt, obwohl das Gebiet fernab der Nordsee liegt. ​ Die Brunnen sind in einer geologischen Rinne platziert, deren Modellierung durch Bohrungen, geophysikalische Untersuchungen und hydrogeochemische Analysen erfolgte. ​ Die Anomalien in den Chlorid-Gehalten widersprachen den Erwartungen des geologischen Modells, was eine umfassende technische Analyse erforderte. ​ Pumpversuche und geophysikalische Untersuchungen zeigten, dass die tiefsten Filter der betroffenen Brunnen miteinander verbunden sind, entgegen der Annahme einer Trennung der Grundwasserleiter. ​ Eine Überarbeitung des geologischen Modells, basierend auf geophysikalischen Daten und hydrochemischen Analysen, ergab, dass ein Zustrom von chloridreichem Wasser aus miozänen Sandschichten durch eine unsichere Tonschicht die Ursache sein könnte. ​ Nach Anpassung des geologischen Modells und Integration in das FOHM-Modell konnte die Salzwasserintrusion plausibel erklärt werden, was zukünftige Modellierungen und Prognosen erleichtert. ​