Impakttektonik einer Riesscholle bei Niederaltheim (Miozän, Süddeutschland) mit einem Profil von der Trossingen- bis zur Amaltheenton-Formation
Wimmer, Karl
Jung, Dietmar
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11892
Abstract
Im Herbst 2024 wurde durch eine Baugrube in Niederaltheim im südwestlichen Randbereich des miozänen Rieskraters ein Profil von der Trossingen- bis zur Amaltheenton-Formation erschlossen. Obwohl es sich um eine durch den Ries-Impakt dislozierte Scholle handelt, ist die stratigraphische Abfolge weitgehend im Verband geblieben und erlaubt Einblick in einen im Riesumfeld ansonsten selten aufgeschlossenen Abschnitt der Erdgeschichte. Trotz des Fehlens aussagekräftiger Fossilfunde ist die lithostratigraphische Abfolge des Profils als gesichert anzusehen. Aufgrund der Größe, Lage und Ausbildung der Scholle kann auf einen teilweise ballistischen Transport mit einer Gesamtweite von etwa 5 Kilometern geschlossen werden. Der ursprünglich präriesische Herkunftsort der Scholle dürfte nahe dem inneren Rand des Primärkraters in 300 Meter Tiefe gelegen haben. Somit ergibt sich ein weiterer Stützpunkt zu Verbreitung und Fazies von Keuper und Schwarzjura im Riesgebiet.
Subjects
Trossingen-FormationAngulatensandstein-Formation
Numismalismergel-Formation
Amaltheenton-Formation
Impakttektonik
Megablockzone
Nördlinger Ries

