Postsedimentäre Deformationsbilder in mitteldeutschen Vorstoßbändertonen – Hinweise auf den Bewegungsmechanismus des quartären Inlandeises

Junge, Frank W.
Eissmann, Lothar

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11774
Junge, Frank W.; Eissmann, Lothar, (Ed.),2000: Postsedimentäre Deformationsbilder in mitteldeutschen Vorstoßbändertonen – Hinweise auf den Bewegungsmechanismus des quartären Inlandeises. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 2000; Band 7; Heft 1/2, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11774. 

Abstract

[...] Die Autoren untersuchen die Deformationsstrukturen in glazilimnischen Bändertonen des Elster- und Saale-Glazials in Mitteldeutschland. Diese Sedimente, die großflächig im Vorfeld des skandinavischen Inlandeises abgelagert wurden, weisen charakteristische Störungen auf, die unmittelbar durch den mechanischen Druck und die Bewegung des darüber hinweggleitenden Eises entstanden sind. Der Beitrag analysiert verschiedene Typen der Deformation – von Faltenbildungen bis hin zu komplexen Schuppenstrukturen – und nutzt diese als Indikatoren für den subglazialen Bewegungsmechanismus. Die Ergebnisse stützen die Theorie, dass die Vorwärtsbewegung des Inlandeises weniger durch internes Fließen des Eises, sondern maßgeblich durch die Deformation wassergesättigter, weicher Untergrundsedimente (Deforming Bed) ermöglicht wurde.