Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle

Jentzsch, Gerhard
Schuck, Andreas
Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V.

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-dgg100-16
Is part of: 10.23689/fidgeo-dgg100-01
Jentzsch, Gerhard; Schuck, Andreas, Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V. (Ed.),2024: Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle. In: Mitteilungen / Deutsche Geophysikalische Gesellschaft; 1/2024, Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e. V. (DGG), DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-dgg100-16. 

Abstract

In diesem Artikel geht es um die sichere Verwahrung von radioaktivem Abfall, sowohl um den hoch aktiven Abfall, der große Wärme entwickelt und stark strahlt, als auch um den gering aktiven. Aufgrund der Halbwertszeiten der beteiligten Radionuklide sollte der sichere Abschluss mindestens eine Million Jahre betragen. Die Halbwertszeiten der in Frage kommenden Radionuklide liegen zwischen 30,2 Jahren (Cäsium-137) und 4,468 Mrd. Jahren (Uran-238). Die Entwicklung der Abfallmengen wurde für den Arbeitskreis „Auswahlverfahren Endlagerstandorte“ (AkEnd) recherchiert. Danach ist im Jahr 2040 mit ca. 24 000 m3 an wärmeentwickelnden Abfällen zu rechnen und mit ca. 297 000 m3 mit geringer Wärmeentwicklung. Diese Zahlen machen eine Vorgabe sowohl für die Auswahl des Standortes des Endlagers als auch für dessen Ausgestaltung (Volumen, Tiefe). So wurde im AkEnd auch die Frage diskutiert, ob es ein einziges Endlager für beide Abfallsorten geben könne oder ob die unterschiedlichen Abfälle auf zwei spezielle Endlager verteilt werden sollten.