Die Rügböden als spezifi sche Tiefl andsphänomene in ihrer Typusregion – ein Feldreport

Kunkel, Christoph
Baudis, Tony
Bussemer, Sixten
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11371
Kunkel, Christoph; Baudis, Tony; Bussemer, Sixten, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),2011: Die Rügböden als spezifi sche Tiefl andsphänomene in ihrer Typusregion – ein Feldreport. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 18; 2011, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11371. 

Abstract

[...] Der Feldreport befasst sich mit einem speziellen bodenkundlichen Erbe der ehemaligen forstlichen Standortserkundung der DDR: den sogenannten Rügböden (insbesondere der Rügerde). Diese Bodentypen wurden erstmals von Dietrich Kopp im vorpommerschen Küstenraum beschrieben und zeichnen sich durch eine spezifische Horizontabfolge in silikatischen Lockersedimenten des Jungmoränenlandes aus. Die Autoren untersuchen die Genese dieser Böden, die durch eine schwache Tonverlagerung und spezifische Verwitterungsmerkmale in der unteren Solumzone geprägt sind. Der Artikel diskutiert die Einordnung dieser regionaltypischen Phänomene in die aktuelle deutsche Bodenklassifikation (KA5) und betont die Bedeutung der Rügerden als diagnostisches Merkmal für die forstliche Standortsplanung und die Quartärforschung im norddeutschen Tiefland. Durch detaillierte Profilbeschreibungen aus der Typusregion Granitz (Rügen) wird aufgezeigt, wie die Rügböden als Indikatoren für postglaziale Bodenbildungsprozesse dienen können. Damit leistet der Beitrag einen wichtigen Diskussionsbeitrag zur Harmonisierung historischer und moderner bodenkundlicher Systematiken.