Die Rügböden als spezifi sche Tiefl andsphänomene in ihrer Typusregion – ein Feldreport
Baudis, Tony
Bussemer, Sixten
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11371
Abstract
[...] Der Feldreport befasst sich mit einem speziellen bodenkundlichen Erbe der ehemaligen forstlichen Standortserkundung der DDR: den sogenannten Rügböden (insbesondere der Rügerde). Diese Bodentypen wurden erstmals von Dietrich Kopp im vorpommerschen Küstenraum beschrieben und zeichnen sich durch eine spezifische Horizontabfolge in silikatischen Lockersedimenten des Jungmoränenlandes aus. Die Autoren untersuchen die Genese dieser Böden, die durch eine schwache Tonverlagerung und spezifische Verwitterungsmerkmale in der unteren Solumzone geprägt sind. Der Artikel diskutiert die Einordnung dieser regionaltypischen Phänomene in die aktuelle deutsche Bodenklassifikation (KA5) und betont die Bedeutung der Rügerden als diagnostisches Merkmal für die forstliche Standortsplanung und die Quartärforschung im norddeutschen Tiefland. Durch detaillierte Profilbeschreibungen aus der Typusregion Granitz (Rügen) wird aufgezeigt, wie die Rügböden als Indikatoren für postglaziale Bodenbildungsprozesse dienen können. Damit leistet der Beitrag einen wichtigen Diskussionsbeitrag zur Harmonisierung historischer und moderner bodenkundlicher Systematiken.
Subjects
BodenkundeRügerde
Rügböden
Vorpommern
Jungmoränenland
Bodenklassifikation
Forstliche Standorterkundung
Kopp

