Das Risiko einer Bodenverflüssigung als Herausforderung bei der sicheren Gestaltung der Innenkippen im Lausitzer Revier

Grosser, Regine
Szczyrba, Sebastian
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11188
Grosser, Regine; Szczyrba, Sebastian, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),2024: Das Risiko einer Bodenverflüssigung als Herausforderung bei der sicheren Gestaltung der Innenkippen im Lausitzer Revier. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 31; 2024, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11188. 

Abstract

[…] Das Dokument behandelt das Risiko der Bodenverflüssigung in den Innenkippen des Lausitzer Braunkohlenreviers, insbesondere in den Tagebauen der Lausitz Energie Bergbau AG (LE-B). Durch die Abtragung des entwässerten Deckgebirges und die Verkippung erdfeuchter Sande entsteht ein lockeres Korngefüge mit hohem Porenanteil. ​ Beim Wiederanstieg des Grundwassers kann es unter bestimmten Bedingungen zu Bodenverflüssigung und Setzungsfließen kommen, was zu erheblichen Geländeverformungen führt. ​ Seit den 1980er Jahren wurden intensive Forschungsarbeiten durchgeführt, um Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen durch Bodenverflüssigung zu entwickeln. ​ Dazu zählen Verdichtungskörper entlang der Uferbereiche von Tagebaurestseen. ​ Trotz dieser Maßnahmen besteht im unverdichteten Kippenhinterland ein Restrisiko für spontane Bodenverflüssigung. ​ Um die geotechnische Sicherheit zu gewährleisten, werden flache Geländestrukturen und Mindestabstände zum Grundwasserflur bei der Rekultivierung berücksichtigt. ​ Die LE-B ist gesetzlich verpflichtet, die genutzten Flächen sicher und nutzbar zu machen. ​ Temporäre geotechnische Sperrbereiche und versteckte Dämme sichern die Böschungen während der Flutung. ​ Die Forschungsergebnisse der TU Bergakademie Freiberg unter Leitung von Prof. Kudla bieten eine Handlungsgrundlage zur Beurteilung der Innenkippen und zur Sicherstellung der Standsicherheit. ​