Das Risiko einer Bodenverflüssigung als Herausforderung bei der sicheren Gestaltung der Innenkippen im Lausitzer Revier
Szczyrba, Sebastian
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11188
Abstract
[…] Das Dokument behandelt das Risiko der Bodenverflüssigung in den Innenkippen des Lausitzer Braunkohlenreviers, insbesondere in den Tagebauen der Lausitz Energie Bergbau AG (LE-B). Durch die Abtragung des entwässerten Deckgebirges und die Verkippung erdfeuchter Sande entsteht ein lockeres Korngefüge mit hohem Porenanteil. Beim Wiederanstieg des Grundwassers kann es unter bestimmten Bedingungen zu Bodenverflüssigung und Setzungsfließen kommen, was zu erheblichen Geländeverformungen führt. Seit den 1980er Jahren wurden intensive Forschungsarbeiten durchgeführt, um Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen durch Bodenverflüssigung zu entwickeln. Dazu zählen Verdichtungskörper entlang der Uferbereiche von Tagebaurestseen. Trotz dieser Maßnahmen besteht im unverdichteten Kippenhinterland ein Restrisiko für spontane Bodenverflüssigung. Um die geotechnische Sicherheit zu gewährleisten, werden flache Geländestrukturen und Mindestabstände zum Grundwasserflur bei der Rekultivierung berücksichtigt. Die LE-B ist gesetzlich verpflichtet, die genutzten Flächen sicher und nutzbar zu machen. Temporäre geotechnische Sperrbereiche und versteckte Dämme sichern die Böschungen während der Flutung. Die Forschungsergebnisse der TU Bergakademie Freiberg unter Leitung von Prof. Kudla bieten eine Handlungsgrundlage zur Beurteilung der Innenkippen und zur Sicherstellung der Standsicherheit.

