Das mehrphasige spätpleistozän/frühholozäne Bodenprofi l Dühringsheide-NW im Braunkohlentagebau Jänschwalde (Niederlausitz)

Poppschötz, Ronny
Bussemer, Sixten
Kowalkowski, Alojzy
Machalett, Björn

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11400
Poppschötz, Ronny; Bussemer, Sixten; Kowalkowski, Alojzy; Machalett, Björn, (Ed.),2010: Das mehrphasige spätpleistozän/frühholozäne Bodenprofi l Dühringsheide-NW im Braunkohlentagebau Jänschwalde (Niederlausitz). In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 2010; Band 17; Heft 1/2, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11400. 

Abstract

[...] Der wissenschaftliche Fachbeitrag präsentiert die Untersuchungsergebnisse einer außergewöhnlichen Paläoboden-Sequenz, die im Braunkohlentagebau Jänschwalde aufgeschlossen wurde. Im Fokus steht das Profil Dühringsheide-NW, das eine komplexe Abfolge von äolischen Sedimenten und fossilen Bodenhorizonten aus dem Übergang vom Spätpleistozän zum Frühholozän zeigt. Die Autoren dokumentieren mehrere Phasen der Bodenbildung (Pedogenese), die durch Perioden der Dünenaktivität und Sandüberdeckung unterbrochen wurden. Mithilfe bodenkundlicher Analysen, wie der Bestimmung von Korngrößenverteilungen und chemischen Parametern, rekonstruieren sie die paläoökologischen Bedingungen während des Weichsel-Spätglazials (Alleröd) und des frühen Holozäns. Der Beitrag verdeutlicht die Bedeutung von Tagebauaufschlüssen als „Fenster in die Erdgeschichte“, die präzise Einblicke in die kurzfristige Dynamik von Klimaschwankungen und Landschaftsreaktionen im norddeutschen Tiefland ermöglichen. Die Ergebnisse tragen zur Verfeinerung der regionalen Bodenstratigraphie und zum Verständnis der nacheiszeitlichen Reliefentwicklung in der Niederlausitz bei.