Die hydrochemischen Verhältnisse im oberflächennahen Grundwasser des Oderbruchs

Liedholz, Torsten

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10775
Liedholz, Torsten, 2001: Die hydrochemischen Verhältnisse im oberflächennahen Grundwasser des Oderbruchs. Berliner geowissenschaftliche Abhandlungen. Reihe A, Geologie und Paläontologie; Band 209, Selbstverlag Fachbereich Geowissenschaften, FU Berlin, 131 S., DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10775. 

Abstract

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojektes sind in den Jahren 1994-97 die hydrochemischen Verhältnisse im oberen Hauptgrundwasserleiter des Oderbruchs flächendeckend untersucht worden. Die Erkundungen haben sich dabei schwerpunktmäßig auf den oberflächennahen Bereich (bis 10 m u.GOK) des Grundwasserleiters konzentriert. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind Gegenstand der vorliegenden Arbeit. […] Insgesamt sind in diesem Projekt sieben große Beprobungskampagnen durchgeführt worden, in die jeweils etwa 60-80 Grundwassermeßstellen einbezogen waren. Hinzu kommen fünf Teilbeprobungen an odemahen Standorten. Grundlage des Untersuchungsprogramms ist ein umfangreiches 2" Meßstellenetz gewesen, das in den 60er und besonders Anfang der 70er Jahre eingerichtet wurde und ausschließlich der Kontrolle der Grundwasserstände im Poldergebiet diente. Zu Beginn des Projektes ist jede dieser Meßstellen einer eingehenden Funktionalitätsprüfung unterzogen worden. Ergänzend zu den vorhanden Meßstellen sind als Rammkemsondierungen 17 neue 2“ Beobachtungsrohre gesetzt worden, die sich vor allem auf zwei odemahe Transsekten konzentrieren (Bahnbrücke, Nieschen) und damit die bereits vorhandene Transsekte Groß Neuendorf ergänzen. Ziel dieser engräumigen Aneinanderreihung von Meßstellen ist es gewesen, den Einfluß des Oderinfiltrats und die hier ablaufenden Stoffprozesse möglichst engräumig zu erfassen. Parallel zu der Grundwasserprobennahme ist an ausgewählten Standorten eine zusätzliche Beprobung von Oberflächengewässem (Oder, Haupt- und kleinere Enwässerungsgräben) durchgeführt worden.


The hydrochemical relationships within the main aquifer in the Oderbruch were regionally investigated in the years 1994-97 within the framework of a research project supported by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). The investigations were concentrated on the shallow subsurface range (up to 10 m below surface level) of the aquifer. The results of the investigations are the subject of this report. […] In total, seven extensive sampling campaigns were carried out each of which incorporated 60 to 80 ground-water testing sites. To this were added five reduced sampling campaigns that concentrated on sites near the Oder River. The physical basis for the testing program is a comprehensive network of 2“ measuring facilities, which were installed in the 60's and, especially, in the early 70's for controlling ground-water levels in the Polder area. At the beginning of the project, each of the testing sites was checked for functionality. Supplementary to the existing testing sites, 17 new 2“ measuring tubes were set by auger. These were concentrated on two transects close to the Oder River (Bahnbrücke, Nieschen), and thus supplemented the existing transect at Groß Neuendorf. The close spacing of the measuring sites was aimed at obtaining a detailed record of the effects of the filtrate of the Oder River and the material processes taking place in this region. Parallel to the sampling program of the ground water, additional samples of surface water were taken from the Oder River and main and smaller drainage trenches at selected sites.