Landschaftsgestaltende Auswirkungen eines Starkregenereignisses in Pinnow, Uckermark
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11401
Abstract
[...] Dieser Bericht dokumentiert die unmittelbaren geomorphologischen Folgen eines extremen Starkregenereignisses, das sich am 10. Juni 2010 in der Region Pinnow (Uckermark) ereignete. Der Autor zeigt auf, wie kurzzeitige, intensive Niederschläge in der glazial geprägten Jungmoränenlandschaft massive Erosions- und Akkumulationsprozesse auslösen können. Ein zentraler Aspekt der Untersuchung ist die kritische Analyse der Landnutzung: Die Bewirtschaftung der Hänge mit Mais förderte den Bodenabtrag erheblich, da die unzureichende Bodenbedeckung dem Oberflächenabfluss kaum Widerstand bot. Infolgedessen wurden große Mengen an Boden und glazialen Sedimenten (Steine, Kies, Sand) mobilisiert und als Schlammströme in angrenzende Niederungen transportiert, wo sie mächtige Schwemmfächer bildeten und Sachschäden an Grundstücken verursachten. Der Beitrag dient als Fallbeispiel für das Gefahrenpotenzial exogener Prozesse in Norddeutschland und unterstreicht die Notwendigkeit einer angepassten landwirtschaftlichen Bewirtschaftung zur Reduzierung künftiger Georisiken. Damit liefert die Dokumentation wichtige Impulse für den Bodenschutz und die Landschaftsplanung.
Subjects
UckermarkPinnow
Starkregen
Bodenerosion
Sedimenttransport
Anthropogener Einfluss
Landnutzung
Geomorphologie

