Bohrlochgeophysikalische Untersuchungen zum Salzwassermonitoring in Brandenburg – raumzeitliche Charakterisierung der
Süß-/Salzwassergrenze
Kaboth, Uwe
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11238
Abstract
[...] Im Land Brandenburg stellen geogene Grundwasserversalzungen aufgrund des Aufstiegs hochmineralisierter Wässer aus dem tieferen Untergrund eine Herausforderung für die Trinkwasserversorgung dar. Der Beitrag beschreibt den Einsatz bohrlochgeophysikalischer Messverfahren zur präzisen Erfassung und Überwachung der Süß-/Salzwassergrenze. Durch den Einsatz von Induktions-Leitfähigkeitsmessungen (Focused Induction) in speziellen Monitoring-Messstellen kann die vertikale Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit im Grundwasserleiter berührungslos durch die Kunststoffverrohrung hindurch bestimmt werden. Diese Methode ermöglicht es, Veränderungen der Salzwasserkonzentration und die Dynamik der Grenzfläche zwischen Süß- und Salzwasser raumzeitlich hochauflösend zu dokumentieren. Die Ergebnisse langjähriger Messreihen zeigen, dass sowohl natürliche Prozesse als auch anthropogene Einflüsse, wie etwa Grundwasserentnahmen, die Lage der Versalzungsgrenze beeinflussen. Die bohrlochgeophysikalischen Daten liefern damit eine unverzichtbare Grundlage für die Kalibrierung von Transportmodellen und die Etablierung eines Frühwarnsystems zum Schutz gefährdeter Wasserfassungen.
Subjects
BohrlochgeophysikSalzwassermonitoring
Brandenburg
Leitfähigkeit
Grundwasserversalzung
Süß-Salzwassergrenze
Induktionslog

