Zur Anwendung des Hydrogeochemischen Genesemodells der Wässer in den Grundwasserleiterkomplexen Des Landes Brandenburg (mittelbrandenburgischen Raum, Stand Aprill 1997)*
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10641
Abstract
[…] Der Beitrag stellt ein hydrogeochemisches Genesemodell vor, das zur genetischen Klassifikation und Bewertung von Grundwässern genutzt wird. Das Modell basiert auf der Zuordnung von Lösungsbestandteilen zu hypothetischen Salzen und ermöglicht eine Typisierung der Wässer anhand ihrer Ionenbilanz und charakteristischen chemischen Parameter. Durch großräumige Testförderungen und Untersuchungsergebnisse konnten typische Lagepunkte der Grundwässer identifiziert und der Einfluss tiefenwasserführender Systeme bewertet werden. Die Anwendung des Modells diente zur sicheren Einschätzung der Förderfähigkeit, zur Bewertung von Grundwasserleiterkomplexen im mittleren Brandenburg sowie zur Ableitung von Schutz- und Nutzungsempfehlungen. Für eine belastbare genetische Zuordnung werden Anforderungen an die analytische Genauigkeit festgelegt. Das Modell bildet die Grundlage für regionale hydrogeologische Bewertungssysteme und unterstützt Planungs- und Trinkwasserschutzentscheidungen.

