Raben Steinfeld und die Eiszeit: Landschaftsentwicklung und geologische Sehenswürdigkeiten südöstlich von Schwerin
Obst, Karsten
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11370
Abstract
[...] Der Artikel beschreibt die quartärgeologische Entwicklung und den daraus resultierenden Formenschatz der Region südöstlich von Schwerin. Die Landschaft um Raben Steinfeld ist durch das Aufeinandertreffen zweier glazialer Zyklen der Weichsel-Kaltzeit geprägt: den Frankfurter Vorstoß, der primär für die Akkumulation der Endmoränen verantwortlich war, und die nachfolgenden Pommerschen Vorstöße, deren Schmelzwässer die Region erosiv überformten. Die Autoren erläutern die Entstehung markanter geomorphologischer Elemente wie Sanderflächen, Gletschertore und Schmelzwasserdurchbrüche. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vorstellung lokaler Geotope und Sehenswürdigkeiten, darunter die „Raben Steinfelder Turritellengesteine“ und das Geologische Museum von Reinhard Braasch. Der Beitrag verbindet wissenschaftliche Analyse mit regionalgeologischer Öffentlichkeitsarbeit und dokumentiert, wie die eiszeitlichen Prozesse das heutige Landschaftsbild und die touristische Bedeutung der Region westlich der Sternberger Seenlandschaft definiert haben. Damit wird eine Lücke in der Dokumentation bedeutender Geotope in Mecklenburg-Vorpommern geschlossen.
Subjects
Mecklenburg-VorpommernQuartärgeologie
Weichsel-Kaltzeit
Glaziale Serie
Geotope
Raben Steinfeld
Schweriner See
Landschaftsgenese

