Die quartären Äolianite von Ibiza und Formentera (Balearen) und ihre Bedeutung für die Entwicklungsgeschichte der Inseln

Henningsen, Dierk
Kelletat, Dieter
Hagn, Herbert

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-899
Henningsen, Dierk; Kelletat, Dieter; Hagn, Herbert, 1981: Die quartären Äolianite von Ibiza und Formentera (Balearen) und ihre Bedeutung für die Entwicklungsgeschichte der Inseln. In: E&G – Quaternary Science Journal, 31, 1, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-899. 

Abstract

Die auf den Balearen-Inseln Ibiza und Formentera weit verbreiteten quartären Kalksande, die bis in Höhen von >250 m ü. NN vorkommen, sind ausschließlich Windsedimente (Äolianite). Sie wurden teilweise festländisch umgelagert. Die Äolianite im Westen und Norden von Ibiza enthalten Foraminiferen, die bis in das Emilianum (Spätes Ältest-Pleistozän) zurückreichen. Die Kalksande wurden seit dem Emilianum in mehreren Zyklen während des älteren Pleistozäns angeweht. Die im Süden Ibizas und auf Formentera vorkommenden Äolianite stammen dagegen aus dem Jung-Pleistozän, auf Formentera ist eine Neotyrrhen-Strandterrasse in ihnen ausgebildet. An den Küsten Ibizas wurden keine herausgehobenen Strandterrassen beobachtet, die Insel zeigt bis in die Gegenwart hinein Anzeichen einer Absenkung.