Die quartären Äolianite von Ibiza und Formentera (Balearen) und ihre Bedeutung für die Entwicklungsgeschichte der Inseln
Kelletat, Dieter
Hagn, Herbert
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-899
Abstract
Die auf den Balearen-Inseln Ibiza und Formentera weit verbreiteten quartären Kalksande, die bis in Höhen von >250 m ü. NN vorkommen, sind ausschließlich Windsedimente (Äolianite). Sie wurden teilweise festländisch umgelagert. Die Äolianite im Westen und Norden von Ibiza enthalten Foraminiferen, die bis in das Emilianum (Spätes Ältest-Pleistozän) zurückreichen. Die Kalksande wurden seit dem Emilianum in mehreren Zyklen während des älteren Pleistozäns angeweht. Die im Süden Ibizas und auf Formentera vorkommenden Äolianite stammen dagegen aus dem Jung-Pleistozän, auf Formentera ist eine Neotyrrhen-Strandterrasse in ihnen ausgebildet. An den Küsten Ibizas wurden keine herausgehobenen Strandterrassen beobachtet, die Insel zeigt bis in die Gegenwart hinein Anzeichen einer Absenkung.
Subjects
islandshoreline
foraminifera
section
index map
landform evolution
eolianite
limestone
calcareous sand
incrustation
biogene origin
marine terrace
abrasion
sampling
balearic island (ibiza
formentera)
continental quarternary
