Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland – fachliche Grundlagen und Mitwirkung von Akteuren im Land Brandenburg, Stand des Verfahrens 2022
Höding, Thomas
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10903
Abstract
[...] Das Standortauswahlgesetz (StandAG) regelt seit 2017 die Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mbH ist als Vorhabenträger für das gesamte, in drei Phasen unterteilte Verfahren verantwortlich. Im Rahmen des ersten Schritts von Phase I wurden durch die BGE potentiell geeignete Teilgebiete ermittelt und im September 2020 im Zwischenbericht Teilgebiete veröffentlicht. Von den 90 Teilgebieten deutschlandweit entfallen 17 vollständig oder anteilsweise auf das Land Brandenburg. Der Beitrag fasst die fachlichen Grundlagen des Verfahrens zusammen und dokumentiert die Mitwirkung des Landes Brandenburg und seiner Akteure. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) hat als Staatlicher Geologischer Dienst Brandenburgs zu allen bisher veröffentlichten Berichten der BGE Stellungnahmen abgegeben. Derzeit befindet sich die Standortsuche in Schritt 2 von Phase I, der mit der Feststellung der Standortregionen für die übertägige Erkundung endet. Die Stellungnahmen des LBGR umfassen die Bewertung der Teilgebiete und die Entwicklung der Methoden für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen (rvSU), wobei diese Stellungnahmen zur Erfüllung der Aufgaben des Geologischen Dienstes erfolgten.
Subjects
StandortauswahlverfahrenEndlager
Hochradioaktive Abfälle
Geologisches Dienst
Brandenburg
StandAG
Zwischenbericht Teilgebiete
BGE

