Palynologische Aussagen zum Holstein- und Saale-Komplex im Gebiet des Tagebaus Jänschwalde
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-9912
Is part of: 10.23689/fidgeo-9908
Abstract
[...] Die einzige palynologisch einwandfreie Holstein-Zwischeneiszeit in diesem Gebiet zwischen Peitz und Cottbus fällt durch hohe Pterocarya-Werte und entsprechende Makrofunde auf. Andere Ablagerungen können palynologisch nicht als Kaltphasen des Präemiums eingegrenzt werden, sofern keine einigermaßen sicheren Azolla-, Pterocarya- und Celtis-Funde vorliegen. Nur in Einzelfällen lassen die Schluffe und Schlämme aus dem oberen „Tranitzer Fluviatile” auf höchstens boreale oder subboreale Klimabedingungen schließen, wie sie beispielsweise in den frühen Weichsel-Interstadialen herrschten. An den meisten Standorten sowie in allen Profilen des unteren „Tranitzer Fluviatile” kann lediglich subarktische bis arktische, d. h. kalte Altersvegetation dokumentiert werden, wie sie beispielsweise im unteren Weichselglazial zu finden ist. Diese Einschätzung gilt auch für das Referenzprofil von CePek & NowEL (1991) des Klinger Fluviatile. Somit kann weder die lithostratigraphische Zuordnung zu Intra-Saal-Interglazialen oder Interstadialen noch zum Holstein-Komplex (Ende der Elster- bis Dömnitz-Warmzeit) palynologisch bestätigt werden.
Subjects
BrandenburgQuartär
Palynologie
Interglazial
Weichselglazial
TranitzerFluviatil
Holstein-Zwischeneiszeit
Stratigraphie

