Diskussionsvorschlag zur bodenkundlichen Substratsystematik

Altermann, Manfred
Kühn, Dieter
Bauriegel, Albrecht
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10632
Altermann, Manfred; Kühn, Dieter; Bauriegel, Albrecht, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),1996: Diskussionsvorschlag zur bodenkundlichen Substratsystematik. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 1; 1996, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10632. 

Abstract

[…] Die Kennzeichnung der Ausgangsgesteine der Böden erfolgt aus bodenkundlicher Sicht anders als bei der geologischen Kartierung. Die detaillierte Ansprache des Bodens bis etwa 2 m unter Flur und die Darstellung der Verbreitung der Böden in Karten erfordert bei bodenkundlichen Arbeiten einerseits ein differenzierteres Vorgehen (z. B. genaue Berücksichtigung der Gesteinsabfolgen) und andererseits Zusammenfassungen (z. B. Aggregierungen bestimmter Gesteinsarten). Somit kennzeichnet das Substrat die Bodenausgangsgesteine nach den bodenkundlich relevanten lithogenen Kriterien (Substratzusammensetzung, Substratgenese) sowie nach bestimmten Zusatzmerkmalen (z. B. Carbonatgehalt). Es wird ein vierstufiges hierarchisches System zur einheitlichen und reproduzierbaren Substratansprache für die Bodenkennzeichnung und Bodenkartierung vorgeschlagen (Substratartengliederung). Die Berücksichtigung der Substratabfolgen geschieht analog zu den bodensystematischen Einheiten mit Hilfe von fünf Ebenen substratsystematischer Einheiten, die sich unter anderem durch unterschiedliche Tiefenbereiche der Substratansprache und die Anzahl der zu erfassenden Substrate in der Vertikalabfolge unterscheiden. Die substratsystematischen Einheiten erlauben für bestimmte Fragestellungen verschiedene Genauigkeitsgrade in der Substrat- und Bodenansprache, z. B. für die Aufnahme von Bodenprofilen sowie zur Kennzeichnung von Flächeneinheiten in verschiedenen Maßstäben und für differenzierte Nutzeranforderungen.