Jungholozäne Laufverlegungen der Bode im Bereich des Oscherslebener Salzsattels
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10884
Abstract
[…] Dieser Beitrag untersucht die jungholozänen Laufverlegungen des Flusses Bode im Bereich des Oscherslebener Salzsattels im Subherzynen Becken. Die morphologische Entwicklung des Bode-Mittellaufs wurde durch die Salinarstruktur und die randlichen Absenkungszonen des Zechsteinsalinars beeinflusst. Historische Karten und geographische Beschreibungen belegen, dass die Bode am Ende des Mittelalters einen heute trockengelegten Nebenlauf besaß, der die Stadt Hadmersleben querte. Später entstand ein zweiter Nebenlauf, die Espenlake (heute in begradigter Form als temporärer Hochwasserumleiter im Espenbruch noch erkennbar). Die Analyse der morphologischen Relikte dieser Flussläufe und der geologischen Situation im Untergrund (Salzsattel-Struktur) liefert Einblicke in die paläohydrologischen Prozesse und die geologisch beeinflusste Flussgeschichte der Bode in diesem Abschnitt.
Subjects
HolozänFlussentwicklung
Bode
OscherslebenerSalzsattel
Salinarstruktur
Jungholozän
Paläohydrologie

