Detektion der Süß-/Salzwassergrenze mittels geoelektrischer und elektromagnetischer Verfahren – Beispielhafte Untersuchungen an einem Standort westlich der Stadt Müllrose

Herd, Rainer
Schafrik, Wlad
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11241
Herd, Rainer; Schafrik, Wlad, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),2017: Detektion der Süß-/Salzwassergrenze mittels geoelektrischer und elektromagnetischer Verfahren – Beispielhafte Untersuchungen an einem Standort westlich der Stadt Müllrose. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 24; 2017, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11241. 

Abstract

[...] Das Projekt untersuchte die Tiefenlage und räumliche Verteilung der Süß-/Salzwassergrenze an einem Standort ca. 5 km westlich von Müllrose mittels einer Kombination aus geoelektrischer Tomographie (ERT) und elektromagnetischen Verfahren (EM). Ziel der Untersuchung war die Detektion salinarer Tiefenwässer, die über geologische Fehlstellen im Rupelton (wie pleistozäne Rinnen oder tektonische Störungen) in die für die Trinkwasserversorgung wichtigen quartären Süßwasserreservoire migrieren können. Die Ergebnisse belegen eine salzwasserbeeinflusste Zone (definiert durch einen elektrischen Widerstand von < 10 Ωm), die im nördlichen Bereich der Profile bei etwa 92–96 m unter Gelände liegt und nach Süden auf ca. 64–76 m ansteigt. Die Methodenkombination erwies sich als effektiv, um auch in Gebieten ohne dichte Bohrlochinformationen realitätsnahe Widerstandsmodelle des Untergrunds bis in Tiefen von ca. 150–200 m zu erstellen.