Stauwassersedimente im brandenburgischen Abschnitt der Erdgasfernleitung OPAL südlich der Pommerschen Eisrandlage
DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11359
Abstract
[...] Die Untersuchung befasst sich mit der Dokumentation und genetischen Interpretation feinkörniger Sedimente, die während des Baus der Erdgasfernleitung OPAL im Land Brandenburg aufgeschlossen wurden. Der Fokus liegt dabei auf Beckenschluffen und -tonen, die südlich der Pommerschen Eisrandlage in glazilimnischen bis glazifluviolimnischen Milieus abgelagert wurden. Der Autor beschreibt die lithologische Variabilität dieser Stauwassersedimente, die von massigen Schluffen bis hin zu klassisch rhythmisch geschichteten Bändertonen (Warven) reicht. Durch die Analyse der Lagerungsverhältnisse und der internen Deformationsstrukturen werden Rückschlüsse auf die Paläogeographie und die Dynamik des Eisrückzuges während der Weichsel-Kaltzeit gezogen. Der Beitrag hebt hervor, dass der kontinuierliche Leitungsgraben einen einzigartigen Einblick in die flächenhafte Verbreitung und Mächtigkeitsschwankungen dieser Sedimentkörper ermöglichte, die oft nur kleinräumig in Senken der Grundmoränenlandschaft erhalten geblieben sind. Die Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Verfeinerung des quartärgeologischen Schichtenmodells in Nordostbrandenburg.
Subjects
GlazilimnikStauwassersedimente
OPAL-Trasse
Brandenburg
Quartärgeologie
Sedimentologie
Eisrandlage
Warvenchronologie

