Glazdynamik im Umfeld einer weichselkltzeitlichen Srauchendmoräne am Südrand der Salinarstrutkur Rüdersdorf bei Berlin

Jubitz, Karl-Bernhard
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10643
Jubitz, Karl-Bernhard, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),1997: Glazdynamik im Umfeld einer weichselkltzeitlichen Srauchendmoräne am Südrand der Salinarstrutkur Rüdersdorf bei Berlin. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 1; 1997, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10643. 

Abstract

[…] In einem temporären Aufschluß der weichselkaltzeitlichen Jungmoränenlandschaft (Barnim-Platte) im Bereich der Südflanke der Salinarstruktur Rüdersdorf bei Berlin wurden empirisch kleindimensionale glazigene Deformationen im Saale- und Weichselpleistozän im Hinblick auf Charakter, Intensität und Homogenität bezüglich der Raumverteilung untersucht (Fallstudie im klassischen Gebiet der Ableitung der Binnenvereisungstheorie durch O. Torell 1875). Das glazigene Paläostreßfeld ist generell von NE nach SW gerichtet (Überschiebungen, Vergenz). Abscherrungen treten besonders an Inhomogenitätsgrenzen des Schichtenverbandes auf. – Abweichend vom allgemeinen glazigenen Strukturmuster verhält sich eine steile Abschiebung, die mit mehreren Metern Sprunghöhe auch die jüngsten Pleistozänschichten versetzt (? endogen-quartär). Die saalekaltzeitliche Grundmoräne zeigt eine E-W-Fließregelung; die weichselkaltzeitliche Überprägung erfolgte senkrecht darauf, d. h. in NNE-SSW-Richtung. Methodisch-praktische Folgerungen beziehen sich auf die systematische Analogaufnahme von Kleinaufschlüssen im Flachland im Hinblick auf flächendeckende Aussagen. Die Spezialaufnahme größerer Pleistozän-Aufschlüsse sollte – trotz hohen Arbeitsaufwandes – fortgesetzt werden (Prinzipaussagen).