Geogene Grundwasserversalzung in Berlin

Schramm, Tim
Herd, Rainer
LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10953
Schramm, Tim; Herd, Rainer, LBGR Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (Ed.),2020: Geogene Grundwasserversalzung in Berlin. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; Band 27; 2020, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-10953. 

Abstract

[...] Die geogene Grundwasserversalzung ist in Berlin und im Berliner Umland spätestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund zunehmender Grundwasserförderung stärker in den Focus gerückt. Die Süßwasserentnahme führte mancherorts zu einem Ansteigen des Salzgehaltes in den Brunnen der Wasserwerke und wurde somit zum nutzungsbegrenzenden Faktor für die Trinkwasserversorgung. Historisch betrachtet sind drei Meilensteine festzuhalten, welche die geogene Grundwasserversalzung in Berlin behandeln: die Hydrogeologische Übersichtskarte der DDR 1:200.000 (bis 1977), das Hydrogeologische Kartenwerk der DDR-HK 50 (1979) und die geologische Kartierung des Berliner Untergrunds durch die Senatsverwaltung. Trotz dieser Forschungen bestehen weiterhin geochemische Wissenslücken zur genauen Herkunft und den Mechanismen der Versalzung. In diesem Beitrag wird anhand von hydrogeochemischen Daten aus dem gesamten Berliner Stadtgebiet eine Neubewertung der geogenen Versalzung vorgenommen. Es werden Bereiche mit erhöhter Versalzung identifiziert, die vor allem durch das Aufsteigen von Tiefenwässern über geologische Störungszonen (wie der Neuköllner Rinne) oder durch geringmächtige Deckschichten und intensive Grundwasserabsenkung im Zuge der Wasserförderung beeinflusst werden.