Von den Anfängen der geologischen Kartierung im ehemaligen Preußen – ein Beitrag zum Beginn der geologisch-agronomischen Kartierung im Norddeutschen Flachland vor 125 Jahren

Lippstreu, Lothar

DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11762
Lippstreu, Lothar, (Ed.),2000: Von den Anfängen der geologischen Kartierung im ehemaligen Preußen – ein Beitrag zum Beginn der geologisch-agronomischen Kartierung im Norddeutschen Flachland vor 125 Jahren. In: Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge; 2000; Band 7; Heft 1/2, Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, DOI: https://doi.org/10.23689/fidgeo-11762. 

Abstract

[...] Der Autor gibt einen detaillierten historischen Rückblick auf die Entstehung der amtlichen geologischen Kartierung in Norddeutschland, die 1874 durch die Gründung der Königlich Preußischen Geologischen Landesanstalt (KPGL) in Berlin initiiert wurde. Zentrales Thema ist der fundamentale Paradigmenwechsel von der "Drifttheorie" (Transport durch Eisschollen im Meer) hin zur "Glazialtheorie" (Inlandeisbedeckung), der 1875 durch Otto Torells Entdeckung von Gletscherschrammen am Kalkstein von Rüdersdorf ausgelöst wurde. Der Beitrag beschreibt, wie diese neue wissenschaftliche Sichtweise die methodische Entwicklung der geologisch-agronomischen Karten (Spezialkarten 1:25.000) prägte und wie Pioniere wie Gottlieb Berendt die Erforschung der märkischen Urstromtäler vorantrieben.